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Kleine Tiere im Winter

Viele Tiere sitzen an kalten Wintertagen in Bäumen und Sträuchern. Vögel hocken meist dick aufgeplustert auf Zweigen und harren aus. Sie bewegen sich wenig, um ihre Kräfte zu schonen. Man kann ihnen genauso wie Eichhörnchen und Igeln Futter zur Verfügung stellen, denn auch fett- und vitaminreiches Essen wärmt. Und den Blick schärfen – den eigenen und den von Kindern, wo sich die kleinen Tiere aufhalten, wenn sie weder fressen noch fliegen.

Unbedingt vermeiden: Tiere er- und aufschrecken, sie scheuchen, um des Spaßes willen. Das tun Kinder manchmal, Hunde oft, schadet jedoch den Ruhe bedürftigen Vögeln und Kleinsäugern. Sie brauchen ihre Energie, um Nahrung zu finden und zu überleben. 

Spinnen & Insektenlarven

Wer im Wald und in Parks unterwegs ist und sich mal die Rinden genauer anschaut, entdeckt rasch auch lose sitzende Stückchen. Viele Kinder fangen gerne an daran herum zu knibbeln. Erstens bereitet das Spaß und zweitens wollen sie wissen, wie es sich darunter anfühlt. Wenn unsere Finger schon drunter greifen können, fanden andere lange vor uns den Eingang! Viele Spinnen und etliche Insekten bohren Rinden an, um ihre Eier darunter abzulegen. Unter diesem Schutz halten sie es dort einen oder gar mehrere Winter aus, um sich zu entwickeln und später zu schlüpfen.
Falls Kinder Eier oder Larven unter den Rinden entdecken sollten, sollten sie das Rindenstück nach dem Erkunden wieder vorsichtig an den Ausgangsort rücken.

Wer in Wäldern unterwegs ist, findet auch alte Stümpfe und morsche Stämme auf dem Boden liegend. Wer kleine Tieren und Pilzen auf die Schliche kommen möchte, ist hier richtig. Vor allem tummeln sich Larven verschiedener Insekten in sogenanntem Totholz. Dazu gehören zum Beispiel die Larven des scharlachroten Feuerkäfers oder Lindenprachtkäfers, die sich in totem Holz von Laubbäumen wohlfühlen. Aber auch in morschen Nadelbäumen findet man so allerlei Larven, wie beispielsweise Scheibenkäfer oder Fichtenböcke.

Oft beobachtet man schon viel wenn man sich so ein morsches Stück Holz einmal genau ansieht: Sind Löcher drin und wer hat die wohl hinein gebohrt? Je nach Größe kommen Kleiber oder Spechte in Frage, die mit ihren Schnäbeln auf Futtersuche ins weiche Holz hacken und ihre langen Zungen in die Löcher schnellen lassen, Insekten herausholen. Oder mit der Lupe geschaut: Minimale Löcher können auch von Spinnen hinein gekommen sein.

Autor:

Mein Name ist Silke Bicker. Als Referentin für Umweltkommunikation schreibe ich Bücher zu Naturerlebnispädagogik. Und berate Laien und Fachkräfte zu Öffentlichkeitsarbeit. Workshops führe ich so durch, dass die Teilnehmenden sich trauen möglichst viel Inhalte später selbst umzusetzen. In diesem Blog treiben Berichte, Entspannendes, Rezepte und Amüsantes rund um das Grün aus.