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Rezept: Brennnesselsuppe

Die Brennnessel ist gerade im Frühjahr eine hoch gesunde Pflanze. Für die Herstellung von Jauchen ist der Anteil an Stickstoff zwar noch zu hoch, aber die Blätter der oberen Stängelspitzen schmecken köstlich in

Aufläufen, Salaten oder püriert als Suppe. Werden Brennnesselblätter im Salat verwendet, sollten sie vorher kur mit kochendem Wasser abgeschreckt werden. Dadurch werden die Brennhaare unschädlich gemacht. Gepflückt werden sie am besten mit medizinischen Gummihandschuhen. Die sitzen schön eng an der Hand im Gegensatz zu den haushaltsüblichen und die Brennhaare gelangen oft selbst durch Gartenhandschuhe.

Rezept: Brennnesselsuppe

Zutaten für etwa vier Portionen: Vier handvoll junge Brennnesselblätter (wichtig: nur Blätter ohne Stiele), zwei handvoll Löwenzahn- und Sptzwegerichblätter, drei Kartoffeln, ein Becher Crémefraîche, Wasser, Pürierstab, Paprikapulver oder Ras al Hanut, Salz und Pfeffer, ein großer Topf, Blüten des Löwenzahns, Schlagsahne rühren

Die Blätter sammeln und zuhause darauf achten, dass Insekten vor dem Abwaschen heraus krabbeln können. Kurz draußen auslegen und zwischendurch leicht abschütteln. Danach unter fließendem Wasser abwaschen. Währenddessen das Wasser im Topf erhitzen, die Kartoffeln schälen, vierteln und mit den sauberen Blättern hinzufügen. Solange köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Danach das Ganze pürieren und mit Crémefraîche, Gewürz, Salz und Pfeffer abschmecken. Heiß in Suppentellern schöpfen. On top jeder Portion einen Klacks Sahne mit einer Löwenzahnblüte – das sieht nett aus und mundet köstlich!

Achtung: Alle Pflanzen sind harntreibend – ideal, falls jemand ein Lymphödem hat. Daher die Suppe möglichst mittags genießen. Danach rennt man häufiger aufs stille Örtchen.

Samen im Hochsommer 

Die Samen werden zwischen Juli und August reif. Sie enthalten viele Spurenelemente und Vitamine. Ja, in so kleinen Samen steckt Gewaltiges! Frisch oder getrocknet über Müsli, Aufläufe, Suppen oder Salate gestreut, geben sie Gerichten einen nussigen Beigeschmack. Man kann sie auch kurz anrösten – Obacht, das sie nicht anbrennen. Zu Bratkartoffeln, Nudeln oder Couscous wunderbar.

P.S.: Die Stängel könnt ihr zu Schnüren drehen und Geschenke damit verpacken.

Autor:

Mein Name ist Silke Bicker. Als Referentin für Umweltkommunikation schreibe ich Bücher zu Naturerlebnispädagogik. Und berate Laien und Fachkräfte zu Öffentlichkeitsarbeit. Workshops führe ich so durch, dass die Teilnehmenden sich trauen möglichst viel Inhalte später selbst umzusetzen. In diesem Blog treiben Berichte, Entspannendes, Rezepte und Amüsantes rund um das Grün aus.